Wissenswertes 

Lambrusco

Lambrusco? Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch daran, an jene 2-Liter-Flaschen in den untersten  Regalen der Supermärkte, selbstverständlich mit Kronkorken. Vergessen Sie die Vergangenheit und nähern sich einem Getränk, das Italiens Lebenslust verkörpert und viele Prosecco Frizzante wie müdes Zuckerwasser aussehen lässt.

Seit einigen Jahren erfreut sich der Lambrusco einer zunehmenden Beliebtheit. Lambrusco wird in erster Linie in der Emilia-Romagna angebaut und aus der gleichnamigen Rebe gewonnen.

Von ca. 60 Unterarten sind drei Sorten die am wichtigsten:

Lambrusco di Sorbara
ist nicht nur der Name der roten Rebsorte, aus der der gleichnamige Lambrusco gekeltert wird, es ist auch der Name jenes Weinbaugebietes, aus dem der perlende Rot- und Roséwein als Frizzante oder neuerdings auch als hochwertiger Spumante stammt. Das Weinbaugebiet mit DOC-Status liegt nördlich der Stadt Modena.

Ein seriöser Lambrusco di Sorbara ist meist knochentrocken mit einer rassigen Säure. Sein Alkoholgehalt liegt zwischen 10,5 und 12 %, seine Gesamtsäure bei stattlichen 7 bis 9 Promille. Lambrusco di Sorbara gilt als die feinste Version eines Lambruscos. Man trinkt ihn stets gekühlt.

Lambrusco di Sorbara ist in der Metropolitenstadt Bologna und den Provinzen Mantua, Modena und Reggio nell'Emilia zugelassen. Die für den DOC-Wein Lambrusco Salamino di San Croce verwendeten Trauben werden jedoch nur in 11 Gemeinden bei Modena geerntet.

Die spätreifende Sorte ist ertragsstark und liefert gleichmäßig hohe Erträge. Die Weine verfügen über eine intensive Rotfärbung, sind extraktreich und geben dem Lambrusco-Wein die notwendige Säure.

Lambrusco Grasparossa ist eine rote Rebsorte, die für den DOC-Wein Lambrusco Grasparossa di Castelvetro in 14 Gemeinden rund um Modena angebaut wird. Sie gilt als spät reifend, Ernte von Ende September bbis Anfang Oktober. Sie liefert gleichmäßig hohe Erträge, weil sie aufgrund ihrer dicken Beerenschale krankheitsresistent ist. Ihre dicke Schale sorg für die entsprechend dunkle Farbe des Lambrusco Grasparossa.

Wirklich guter Lambrusco wird aus reduzierten Erträgen erzeugt, einer traditionellen Maischegärung zur Extraktion der Inhalts- und Farbstoffe aus den Traubenschalen folgt eine zweite Gärung unter Lustabschluss. Somit erhält der Wein sein feines Mousseux.

Lambrusco ist ein beschwingter Wein, der sich sehr universell einsetzen lässt. Man kann ihn gekühlt als Erfrischung genießen, aber auch wärmer trinken, reine Geschmackssache. Lambrusco eignet sich hervorragend als Speisenbegleiter, beispielsweise zu kalten oder warmen Vorspeisen oder zu Pastagerichten mit eher leichten Soßen. Die Einwohner der Emilia-Romagna schwören sogar darauf, dass die feinen Perlen gerade bei schweren Gerichten sehr förderlich für eine gute Verdauung seien.

Lambrusco ist ein idealer Grillwein. Was trinkt man  zu Rind, Lamm oder Schwein vom Grill? Rotwein natürlich. Grillen ist hauptsächlich eine Sommerbetätigung mit entsprechenden Temperaturen, was dazu führt, dass man mit dem Genuss mit Rotwein eher vorsichtig umgehen muss, soll er einem nicht zu schnell in den Kopf steigen. Und jetzt kommt der Lambrusco ins Spiel, denn er ist leicht und wird überwiegend kalt getrunken. In erster Linie dominiert die rote Variante, trocken ausgebaut, aber es gibt ihn auch in Rosé und Weiß als halbtrockene und liebliche Version.

Cocktails - die meisten Leute denken da sicher an die Klassiker SEX ON THE BEACH, BLOODY MARY oder BAHAMA MAMA. Mit hochprozentigen Spirituosen gemischt, haben sich diese Mixgetränke zu beliebten Party-Getränken entwickelt. Doch gerade im Sommer kann es gerne auch ein wenig leichter, fruchtiger und spritziger sein. Warum nicht statt dem Altbewährtem mal etwas Exotisches probieren? Weincocktails sind fruchtig und leicht und können vielfältig kombiniert werden, sogar als Essenbegleiter! Weincocktails etablieren sich zu neuen Klassikern in der Welt der Cocktails und bieten den Geschmacksnerven ganz neue Nuancen und Eindrücke.

Den Anfang haben wir mit ROYAL OPORTO gemacht. Als Basis dient der gleichnamige Pink Portwein, der mit einigen Minzeblättern, Eiswürfeln und Tonic Water zum Cocktail wird. Unser Cocktail-Angebot wird in den Sommermonaten mit anderen Wein- und Wermuthaltigen Produkten erweitert, beispielsweise:



BLACK HUGO
Holunderblütensirup, Schwarze Johannisbeere (Sirup oder Nektar), Limettenspalten, Minze, Eis
- mit Alkohol: Prosecco
- ohne Alkohol: Traubensaft-Secco mit Mineralwasser (Sprudel)






ERDBEER SPRIZZ
Erdbeeren, Tonic Water, Eis
- mit Alkohol: Roséwein, Erdbeer-Lime
- ohne Alkohol: Traubensaft-Secco, Erdbeer-Sirup / Mineralwasser (Sprudel)






TOCCO ROSSO
Holunderblüten-Sirup, Minze, Eis

- mit Alkohol: Campari, Prosecco
- ohne Alkohol: Bitter-Sirup, Traubensaft-Secco, Mineralwasser (Sprudel), auf Wunsch
  Tonic Water (besondere Empfehlung)






Was ist eigentlich veganer Wein?

Wein ist ein alkoholisches Getränk aus Trauben, also rein pflanzlichen Ursprungs, oder? DerAnbau, Ernte und Fermentation sind bis hierhin vegan, aber was sonst noch im Wein beinhaltet sein kann, bleibt den meisten Konsumenten unbekannt.

Der fast fertige Wein enthält Trübstoffe, die vor der Abfüllung entfernt werden. Hierzu werden überwiegend tierische Produkte wie Kasein, Ei-Albumin, Hausenblase oder Gelatine verwendet. Beispielsweise genügen drei Eiklar für ca. 100 Liter Wein zur Klärung. Diese Klärungsmittel verbleiben eigentlich nicht im Wein, da sie mit den Trübstoffen sedimentieren oder durch Filtration zurückgehalten werden. Lt. EU-Weingesetz muss ab einem überschrittenen Grenzwert von 0,25 mg/l die entsprechende Mengen von Lysozym, Albumin und Kasein auf dem Etikett angegeben werden, da sie Allergien auslösen können. Dagegen sind Fischgelatine und Hausenblase (getrocknete Schwimmblase, die früher von der Störart Hausen stammte) als Klärungsmittel von einer Deklarierungspflicht freigestellt.

Nicht alle Weine werden mit diesen Methoden ausgebaut. Alternativen sind Bentonit natürliche Mineralerde), Aktivkohle nichttierischen Ursprungs, vegetabile Gelatine oder einfach nur Sedimentation, die allerdings Zeit erfordert.

Einige Winzer haben bereits einige oder sogar ausschließlich vegane Weine in den Flaschen, aber ohne, dass es die Kunden wissen. Manche Erzeuger möchten das nicht kommunizieren, da Bedenken bestehen, dass Kunden meinen könnten, dass sie ein weniger gutes Produkt hätten.

Wir haben ein steigendes Interesse an veganen Weinen festgestellt, so dass unser Sortiment entsprechend erweitert wird. Unser erster als vegan deklarierter Wein NATURSPIEL vom Weingut Klaus Hilz wird übrigens mit einem aus Erbsen gewonnenem Schönungsmittel geklärt.


Südtiroler Marende

Sich Zeit nehmen, Gemeinsamkeit spüren, sich wertschätzen. Es ist etwas besonderes sich zu setzen, durchzuatmen und eine echte Südtiroler Marende zu genießen.

Ihre Wurzeln hat die Marende in jener Zeit, in der die Bauern nach getaner Arbeit ein üppig gefülltes Brettl mit Schüttelbrot, Speck, Kaminwurzen, Butter, sauren Gurken, Wein und Apfelsaft genossen, sich unterhielten und den Tag dabei ausklingen ließen. Was in Bayern die Brotzeit ist, ist in Südtirol die Marende.

Der Südtiroler Speck verdankt seinen besonderen und charakteristischen Geschmack vor allem der geographischen Lage Südtirols. Nur hier, in den Bergen und Tälern der Alpensüdseite, kann der Südtiroler Speck entstehen. Hier treffen die nordländische und mediterrane Kultur in einzigartiger Weise aufeinander und nur hier sorgt die Natur für ein ganz spezielles Klima mit viel Sonne und sauberer Luft.

Während man im Norden den Schinken durch Räuchern haltbar macht und im Süden an der Luft trocknet, haben die Südtiroler beides vereint und so den typischen Südtiroler Speck geschaffen; leicht geräuchert und an der Luft gereift, eben nach alter Tradition.

Kaminwurzen sind kaltgeräucherte und luftgetrocknete Würstchen aus Rind- und Schweinefleisch. Schmackhaft und typisch gehören sie zu jeder Brotzeit. Neben den traditionellen Kaninwurzen gibt es auch solche aus Hirsch- oder Gamsfleisch.

Südtiroler Käse
Die Milch für den Südtiroler Bergkäse kommt direkt von Bauern und wird von kleinen Sennereien in Südtirol zu würzigen Bergkäsen verarbeitet.

Schüttelbrot ist das traditionelle Brot aus dem Westen Südtirols, dem Vinschgautal. Das Backen von Schüttelbrot hat in Südtirol eine sehr lange Tradition, denn frisches Brot gab es früher auf den Bauernhöfen nur dann, wenn gebacken wurde. Da dies damals mit großem Zeitaufwand verbunden war, geschah dies höchstens viermal im Jahr. Die restliche Zeit wurde das getrocknete Brot gegessen.

Südtiroler Wein
In Südtirol ist die Weinrebe seit Jahrtausenden beheimatet. Das hängt vor allem mit den idealen Voraussetzungen zusammen: das mediterrane Klima des Südens und die Alpen als Kälteschutz im Norden. Hinzu kommen leicht erwärmbare Böden.
Der Wein benötigt während der Vegetationszeit eine Durchschnittstemperatur von mindestens 15° Celsius. Die rund 1800 Sonnenstunden sind daher die beste Voraussetzung, dass sich die Weinrebe in Südtirol wohl fühlt - zum Teil bis auf Höhen von 1000 Metern über dem Meer.

Der ideale Weinbegleiter für eine Südtiroler Marende ist ein leicher Vernatsch.

Vernatsch ist eine rote Rebsorte, die in Norditalien auch als Schiava bekannt ist. Sie ist mit dem deutschen Trollinger eng verwandt und bringt fruchtige und leichte Weine hervor. Die Rebsorte wird bereits seit mehr als 1000 Jahren kultiviert. Die Vernatsch-Beeren sind dünnschalig, die daher einen eher zarten Wein hervorbringen.
Die Weine sind weich, fruchtig und weisen oft eine dezente Mandelnote aus. Aromen von Süß- und Sauerkirschen sind ebenso oft anzutreffen.